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    August 29

    Schlussstrich

    Heute war für mich ein wehmütiger Tag. Nach 27 Jahren, mit einem Arbeitsplatz in der Nähe des Wohnortes, ist nun Schluss. Ab Montag werden aus 4 Km einfache Wegstrecke 60 Km. Der Zeitaufwand um zum Arbeitsplatz zu gelangen erhöht sich enorm. Das wirkt sich deutlich bis ins Familienleben aus. Von den erhöhten Fahrkosten will ich erst gar nicht berichten. Aber heutzutage fällt das alles unter die Rubrik "Zumutbar".

    Seit Montag haben meine Kollegen und ich unser altes Büro aufgelöst. Das heißt, alles verpackt und ins neue Werk geschafft. Ich lasse nun viele schöne Jahre hinter mir, in denen ich nette Menschen kennen gelernt und Freunde gewonnen habe. Natürlich gab es auch eine Menge Stress und viel Arbeit. Aber wenn das Umfeld stimmt und der Job Spaß bereitet, dann kann man auch die Schattenseiten des Berufslebens gut ertragen.

    Nun fängt eine neue Zeit an. Mein neuer Arbeitsplatz ist zwar sehr modern, aber das Umfeld ist nicht mit dem des alten Arbeitsbereiches zu vergleichen. Es gibt viele Veränderungen, aus denen sich sicherlich neue Herausforderungen ergeben können. Und das ist etwas sehr positives.

    Auf alle Fälle habe ich heute schon ein paar nette neue Kollegen kennen gelernt. Ganz fremd ist mir unser zweites Werk nun auch nicht, so ist der Sprung ins Wasser nicht ganz so kalt.

    Aber trotzdem, nach 27 Jahren tut auch ein Abschied von einem Arbeitsplatz ein klein wenig weh.

    LG Andi

    August 25

    Der Job ist getan.

    Meinen Süd Tirol Auftrag -so würde ich sagen- habe ich mit Bravour erledigt. Die Straßenverhältnisse dort sind einfach phänomenal.
    So viele klasse Kurven, da werden selbst die best gebauten Frauen neidisch ;-)
    Und was so ein Verbrennungsmotor mit Einspritzung in der sauerstoffarmen Höhenluft alles leisten kann ist auch gigantisch.
    Jedenfalls ist es bei meinem Möpi so *grins*
    Und das wichtigste war, den schwarzen Pneus wurde eine extreme Bodenhaftung abverlangt, die Reifen haben ihre Aufgabe bestens erfüllt, auch bei grenzwertiger Schräglage. Für Eingeweihte; auch das letzte Zehntelchen vom Außenrand des Hinterreifens ist jetzt sauber abgefahren.
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    Unsere Unterkunft war genial, genauso das Wetter. Auch wenn wir für ein paar Stunden unseren wasserdichten Schutzanzug zum Einsatz bringen mussten. Das hat der Fahrfreude nicht geschadet. 
    Der Gasthof war bestens dafür geeignet die Touren in die Berge gleich vom Hof aus zu starten. 
     
     
       
     
     
    Und die Aussicht von der Terrasse war spitze. 
    Man wollte eigentlich nicht wieder weg.
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    Die Touren selbst haben einen tierischen Spaß gemacht, obwohl uns wahrscheinlich der eine oder andere Autofahrer verflucht haben wird.
    Beim Überholen in höheren Drehzahlregionen sind die Möpis nicht unbedingt leise. Was soll's, wir hatten jeder einen Helm auf und haben nichts gehört :-))
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    Was soll ich noch weiter schreiben, die erfahrenen Erlebnisse und Eindrücke kann man einfach nicht in Worte fassen, man muss sie erlebt haben.
     
    Eines ist auf alle Fälle klar, im  nächsten Jahr steht eine Wiederholung an!
     
    In diesem Sinne
     
    Euer Andi
     
     
    August 08

    So grausam kann das Leben sein

    Ja, grausam ist vielleicht nicht das richtige Wort. Ich glaube, schön passt da besser. Muss ich doch für ein paar Tage nach Süd Tirol. Ich habe doch den Auftrag erhalten, dort die Straßenverhältnisse zu testen und u.a. dabei die Leistungsdaten eines Verbrennungsmotors in sauerstoffreduzierter Höhenluft zu bewerten. Aber ich freu mich schon auf diese anspruchsvolle Aufgabe. Könnten sich doch aufgrund meiner Analysedaten weitere Unternehmungen ergeben. Weil die Erwartungen bei diesem Projekt recht hoch sind, habe ich mich natürlich gut vorbereitet. Beide schwarzen kreisförmigen Rollkörper stehen z.B. mit einem exakt abgeglichenen Luftdruck bereits bereit, um mit höchstmöglicher Haftung den Winkel der möglichen Schräglage, in Abhängigkeit der Belagsgriffigkeit, zu testen. Dabei ist natürlich der Vorschub des Verbrennungsmotors zu berücksichtigen. Da bei einem kleiner werdenden Kurvenradius, in Abhängigkeit der Sauerstoffabnahme je Höhenmeter, der Schräglagenwinkel stark von dem Verhältnis Haftung und Griffigkeit abhängt, ist der Vorschub entsprechend anzupassen.  Aber ich bin fest davon überzeugt, dass ich dieser Aufgabe gewachsen bin und meinen Job gut erledige. Auf alle Fälle werde ich die gemachten Erfahrungen bei meinen nächsten Unternehmungen einfließen lassen.

    Unter Umständen ist es auch möglich, dass ich meine Tests unter erschwerten Bedingungen durchführen muss. Aber auch für solche Fälle habe ich vorgesorgt. Gutes Leder und ein, nur bei Bedarf anzuwendender, wasserdichter Schutzanzug erleichtern mir die Arbeit.

     

    Das Beste hab ich fast vergessen. Neun weitere Kollegen unterstützen mich bei meiner Arbeit und wir werden bestimmt nach jedem Ende eines Testtages einen regen Erfahrungsaustausch abhalten.

     

    Wie grausam -ähm schön- es doch sein kann, wenn man sich solche Aufträge selbst erteilen kann

     

    In diesem Sinne

     

    Euer Andi